, Maja Dorfer

Swiss Sailing League Women Camp 2, Tenero

YCZ mit zwei hochmotivierten Damen-Crews dabei.

Crew Stellaluna
Claudia Streuli, YCZ
Valerie Savoy, Club Lausanne
Simone Hauser, YCZ
Maja Dorfer, YCZ

Crew Joy
Melissa Selb, YCZ
Brigitte Ilsanker, YCZ
Iris Küenzi, SCC
Marianne Bochmann, YCZ

Da Melissa Selb nur bis zum Mittwoch mitsegeln konnte, wurde das Team durch Adriana Coupek vom Yacht Club Locarno und Emanuela Simona, Yacht Club Ascona verstärkt.

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Insgesamt waren 36 Frauen gemeldet, davon 5 aus dem deutschen Segelclub Nürnberg, eine Australierin und 30 Frauen aus den Schweizer Segelclubs: CER Ville de Genève, Club Nautique Morglen, Segelclub Hallwill, Yachtclub Bielersee, Cercle Voile de Vevey la-Tour, Yacht Club Kreuzlingen, Club de Voille Lausanne, Yacht Club Tivoli, Yacht Club of Cern,

Die Trainerin Silke Basedow wurde 1996 Deutsche Jüngsten-Meisterin. Es folgten deutsche und internationale Meisterschaften in Italien, Portugal, England und Australien. Das beste Ergebnis war ein vierter Platz bei der WM 2003 in England gemeinsam mit Marion Rommel. 2005 ist sie in die Match-Race-Szene eingestiegen. Im Damen-Match-Race waren sie ziemlich erfolgreich und konnten auf Platz 2 der Weltrangliste vorrücken. Auch segelte sie bei den Olympischen Spiele in London 2012 mit. Sie ist eine sehr engagierte Seglerin und Trainerin und hat die Helge Akademie und den Helga Cup, der nun nächstes Jahr auch in die Schweiz kommt, mit ins Leben gerufen

Co-Trainer Nelson Mettraux ist als Spitzensegler in der Schweiz bekannt. Mit einer überragenden Leistung von 9 Siegen in 10 Matches sichert sich das als Skipper beim Geneva Matchrace den Sieg am stark besetzten Matchrace Switzerland in 2018 und ist segelt in der Alinghi-Crew Schweiz.


Es lagen 8 Boote der Klasse J 70 im schönen Porto Patriziale di Ascona, davon zwei J70 aus Zug. Die übrigen sechs J70’s gehören zur Flotte der Swiss Sailing League.

Das Nationale Jugendsportzentrum Tenero CST ist eine Einrichtung des Bundesamts für Sport BASPO zur Förderung des Jugendsports. Unsere Crew und die restlichen Teilnehmerinnen waren auf dem Campus gemeinsam in einem Haus untergebracht. Einige wenige in einem Hotel in Ascona. Die Trainer wohnten in Ferienwohnungen.

Am ersten Tag wurden wir begrüßt und in das Programm und die Abläufe auf dem Campus, sowie die Gegebenheiten des Hafens von Ascona eingeführt. Es standen Shuttle-Kleinbusse bereit, die die Transfers der Crews vom Centro Sportive zum Hafen übernahmen.

Die Tage begannen alle mit dem Frühstück in der Cantina des Centro Sportivos um Punkt 8:00h. Die Abläufe dort waren präzise organisiert, da eine große Anzahl von Kindern und Jugendlichen ebenfalls mitversorgt wurden. In den Stosszeiten waren es 1000 Essen pro Mahlzeit.
Nach dem Frühstück wurde in einem Raum Theorie Unterricht gegeben.
Der Unterricht der Race Officers wurden in einem separaten Raum abgehalten.
Hier erlernte Marlies Grobelny in Theorie und in Praxis auf dem Wasser, die wie Rennleitung einer Regatta zu führen ist und schloss erfolgreich mit einem Zertifikat ab. Sie wird nun in Zug eine große Unterstützung bei der Durchführung der Regatten sein.

Ab mittags wurde gesegelt und die Theorie in die Praxis umgesetzt. Jeden Vormittag wurden die Videos vom Vortag analysiert, um die Taktik und Manöver zu verbessern.
Zur Stärkung bekamen alle Seglerinnen ein Lunchpaket mit. Diese wurden auch gebraucht, denn das Training war sehr anspruchsvoll und dauerte bin in die Abendstunden, je nach Windverhältnissen. Anschliessend gab es ein kurzes Debriefing der Coaches in der Marina und um 19:30h ein wohlverdientes Abendessen in der Cantina. Am Mittwochabend wurde in einem nahegelegenen Agroturismo fein gespeist und ein gemeinsamer geselliger Abend genossen.

Die Wetterverhältnisse waren sehr gemischt, so startete der erste Tag mit Sonnenschein und leichten, aber beständigen Winden. Danach wurde es regnerischer und auch die Winde kamen und gingen. Am Tag der Races am Donnerstag, war es sehr regnerisch und der Wind so unzuverlässig, dass die Rennleitung die Startbojen oft verlegen musste.

Die Boote und Teams waren wie folgt aufgestellt:
Boot 1: Team Bordée de Tribord
Boot 2: Team Yacht Club Nürnberg
Boot 3: Team SVT/ZYC/ZSC
Boot 4: Team YC Bielersee
Boot 5: Team gemischt
Boot 6: Team SC Männedorf
Boot 7: Stellaluna, YCZ
Boot 8: Joy, YCZ, SC Cham

Die Boote aus Zug ersegelten sich mit Ihren neu zusammengestellten Teams mit der Joy auf Platz 5 und der Stellaluna auf den Platz 7. Manche Teams waren zu fünft an Board.
Für alle teilnehmenden Frauen war es eine sehr inspirierende Woche, um weiterhin in Frauenteams zu trainieren und zu segeln, um so am kommenden Helga Cup in der Schweiz 2023 teilzunehmen. Der Lerneffekt, ohne männliches (Kraft)Backup zu segeln, hat sich sehr positiv auf das seglerische Können und den Teamspirit der Zuger Seglerinnen ausgewirkt.


Die Suisse Sailing Leage hat insgesamt zwei Women Sailing Camps durchgeführt. Hier alle Zahlen, Daten, Fakten auf einen Blick:

2 mal 5 Tage Camp im Centro Sportivo Tenero und Porto Patriziale Ascona
Organisiert von der Swiss Sailing League Association (SSLA) und finanziell unterstützt vom BASPO (Bundesamt für Sport).

8 J/70 Boote, Robomarks, Motorboote und sonstiges Material.
TOTAL Teilnehmerinnen: 74, Vertretungen von zirka 30 Clubs.
1. Woche
Insgesamt 34 Teilnehmerinnen, davon 2 Race Officer Cadets und 4 Umpire Cadets und 28 Seglerinnen
2 weibliche Segel-Coaches (Federica Salvà und Gaëlle Cevey), 1 Umpire Kursleiter (Mufti Kling), 1 Race Officer Kursleiter (Markus Bläsi)

2. Woche
Insgesamt 40 Teilnehmerinnen, davon 3 Race Officer Cadets und 37 Seglerinnen
Segel-Coaches: Silke Basedow und Nelson Mettraux, Race Officer Kursleiter Markus Bläsi

Das Team des Yacht Club Zug wird sicherlich auch in Zukunft an diesen Events teilnehmen und ist hochmotiviert diese Saison gemeinsam weiter zu trainieren, um mindestens mit 2 Teams bei Regatten du auch dem Helga Cup antreten zu können. Wir danken dem Vorstand der Suisse Sailing League für diesen starken Einsatz für das Women Sailing in der Schweiz.